Ausstellungen 2020
05.01.20 Kunstmuseum Winterthur Nistplätze für Berührungen
Yves Netzhammer (und Jahresausstellung)

"Nistplätze für Berührungen": Der poetische Titel bezeichnet den Ort familiären Aufwachsens und Zusammenseins in der Tierwelt und verbindet ihn mit der intimen Geste des Berührens. In dieser Kombination von Vertrautem klingen surreale Welten an, wie sie für das Schaffen des Zürcher Medienkünstlers Yves Netzhammer charakteristischer nicht sein könnten. Nistplätze für Berührungen, eine bedeutende frühe Installation des Künstlers, wurde 2006 im Museum Rietberg erstmals präsentiert und kürzlich als Schenkung dem Kunst Museum Winterthur übergeben. Sie wird nun
im Kontext der Winterthurer Sammlung zu sehen sein und mit den ebenso verrätselten Interieurs von Édouard Vuillard und Pierre Bonnard in einen Dialog treten." [Kunstmuseum Winterthur]


Jahresausstellung
07.01.20 ETH Zürich
Gravitatorische Behauptungen.
Yves Netzhammer / Gramazio Kohler Research

Die Graphische Sammlung ETH Zürich realisiert immer wieder Ausstellungsprojekte an der Schnittstelle zu ETH-Disziplinen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Kooperation zwischen dem bekannten Schweizer Künstler Yves Netzhammer (*1970) und der international renommierten Professur für Architektur und Digitale Fabrikation, Gramazio Kohler Research, zu sehen. Im initiierten Austausch hat sich rasch gezeigt, dass der Faden eine zentrale Rolle im gemeinsamen Projekt spielen soll. Einerseits kommt das Material wiederholt in den Bildwelten des Künstlers vor, andererseits greifen auch die Architekten Fabio Gramazio und Matthias Kohler bei ihrer Forschung auf Geflechte aus Schnur, Garn oder Faser zurück. Entstanden ist eine raumgreifende Installation mit Robotern, die für die digitale Fabrikation in der Architektur an der ETH entwickelt worden sind. Diese Apparaturen wurden um neue Funktionen erweitert.
b) Jetzt kommt der Hund dazu
a) Frau mit Katze

Während man den einen Roboter eine Schnur nach Zeichnungen von Netzhammer legen lässt, wird der andere eine durch das Gleichgewicht bestimmte Maschenstruktur aus hängenden Schnüren in den Raum bauen. In einem sich wiederholenden Prozess von aufgebauten, zerfallenden und erneut erstellten Gebilden werden von der Maschine berechnete Formen an die Seite von auf menschliche Inspiration basierende Schöpfungen gestellt – und somit auch das fragile Verhältnis zwischen Mensch und Maschine thematisiert.
[ETH Zürich]


c) Frau mit Katze und Hund, fein aufgeschnürt
Das ist einfach gut!
26.01.20 Kunsthaus Aarau
Sammlung Werner Coninx

"Werner Coninx (1911–1980) sammelte von 1937 bis zu seinem Lebensende gegen 15'000 Kunstobjekte. 2016 wurde seine Sammlung nach thematischen Schwerpunkten geordnet und zahlreiche Werke gelangten als Dauerleihgaben in zehn Schweizer Kunstinstitutionen.
Das Aargauer Kunsthaus, dessen Sammlung als umfassendste öffentliche Sammlung mit Schweizer Kunst vom 18. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart gilt, erhielt 127 Ölbilder der figurativen Schweizer Malerei (François Barraud, Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler, Otto Morach u. a.) aus dem Bestand der Sammlung Werner Coninx.
Diese Werke bilden den Kern der Ausstellung Sammlung Werner Coninx. Ergänzt wird dieser mit Werkgruppen der französische Druckgrafik von 1850 bis 1950, aussereuropäischen Skulpturen oder Zeichnungen und Druckgrafiken des deutschen Expressionismus. Durch die grosse Vielfalt wird der DNA der Sammelleidenschaft Werner Coninx' nachgespürt und seine Vision einer universellen Sammlung als Spiegel der Menschheits- und Kulturgeschichte erkundet.
Mit Leihgaben aus dem Bündner Kunstmuseum Chur, Kunsthaus Zürich, Kunst Museum Winterthur, Rietberg Museum der Stadt Zürich, der Archäologische Sammlung der Universität Zürich u. a." [Kunsthaus Aarau]
Runde 15'000 Werke hat Werner Coninx gesammelt - die Sammlung der Aargauer Kunsthauses umfasst ca. 19'000 Werke...
Sehr, sehr eindrücklich und eigenständig diese Sammlung und sein Wirken als Mäzen.
Morgen geht's nach Chur, ein weiteres Kunsthaus, das von der Coninx-Stiftung berücksichtigt wurde.





28.01.20 Bündner Kunstmuseum Chur
Nachtschatten. Werke aus der Sammlung Werner Coninx

"Die Werner Coninx Stiftung übergab 2018 dem Bündner Kunstmuseum als Dauerleihgabe grosse Teile ihrer bedeutenden Grafiksammlung mit fast 1000 Werken von Cuno Amiet, Giovanni Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Max Beckmann, Hermann Scherer, Johann Robert Schürch und anderen. Für das Bündner Kunstmuseum ist das bisher eine der umfangreichsten und wichtigsten Erweiterungen in der Geschichte der Sammlung. Die dunklen Seiten des Expressionismus erweisen sich dabei als ein besonderer Schwerpunkt in der Sammlung Coninx und stehen im Zentrum der Auswahl für die Ausstellung "Nachtschatten. Werke aus der Sammlung Coninx". [Bündner Kunstmuseum]
Auch diese Auswahl ist beeindruckend. Dazu lohnt sich auch wieder einmal durch die Sammlung des Museums zu streifen!


Beckmann

Schürch                                                        Kirchner

Kirchner                                                       Kirchner
           11.02.20

Musée Jenisch, Vevey
Palézieux 1919-2012
"Gérard de Palézieux, der 1919 in Vevey zur Welt kam, war ein produktiver künstlerischer Alleskönner, der Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken schuf. Nach seinen Studien in Florenz lebte und arbeitete er im Wallis, das er nur für Aufenthalte in Marokko und Italien verliess. Anfangs war seine Kunst von Morandis strengem Vorbild geprägt, doch dank des Aquarells und der Entdeckung der chinesischen Malerei öffnete sie sich auf den Raum. Nun richtet das Cabinet cantonal des estampes dem Künstler, der in seiner Heimat stets im Hintergrund blieb, eine Retrospektive mit mehr als 200 Arbeiten auf Papier aus. Sie ist nach den drei Techniken gegliedert, die der Künstler zeitlebens ausübte – Druckgrafik, Zeichnung und Aquarell –, und veranschaulicht seine Lieblingsthemen: Landschaften und Stillleben; ergänzend kommt eine Auswahl an Gemälden hinzu. Darüber hinaus sind einige seltene Druckgrafiken von Piranesi, Canaletto, Goya, Manet, Degas, Bonnard und Picasso zu sehen, die Palézieux gesammelt hat."
Nach der eindrücklichen Courbet-Ausstellung im letzten Jahr wieder ein sorgfältig gemachte Ausstellung mit dem Schwerpunkt Skizzen, Zeichnungen und verschiedene Druckgrafiken. Das Jenisch-Museum, immer ein Besuch wert!











 
12.02.20




Zentrum Paul Klee
Lee Krasner - Living Colour

"Das Zentrum Paul Klee zeigt die erste Retrospektive der amerikanischen Künstlerin Lee Krasner in der Schweiz. Als eine der Pioniere des Abstrakten Expressionismus hat Krasner lebendige und kraftvolle Gemälde geschaffen, die sie als eine der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts auszeichnen.
Die Ausstellung präsentiert das vielseitige Lebenswerk einer Künstlerin, deren Bedeutung zu oft im Schatten ihrer Ehe mit Jackson Pollock stand. Über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren erfand sich Krasner immer wieder neu und hinterfragte ihr Schaffen, was in der enormen Energie ihres Werkes zum Ausdruck kommt." [Zentrum Paul Klee]
Sehr gute Ausstellung! Für die grossen, starken Bilder stehen grosse Hallen zur Verfügung. Gut so! Sehr informativ der Audioguide und ein Film mit Interview-Ausschnitten.